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Zu viele Schadstoffe: Älteren Kaminöfen droht das Aus

Über 30 Jahre alte Anlagen, die die Schadstoff-Grenzwerte nicht einhalten, müssen bis zum Jahresende nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Ältere Kaminöfen setzen vergleichsweise viele Schadstoffe frei. Weil das nicht gut für die Umwelt ist, müssen sie gemäß der Bundesimmissionsschutzverordnung – schrittweise je nach Baujahr – mit einem Filter nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Aktuell davon betroffen sind bis zum Jahresende geschlossene Kaminöfen, die zwischen 1975 und 1984 errichtet wurden. Es sei denn, diese über 30 Jahre alten Anlagen halten bestimmte Grenzwerte ein.

Die liegen für Staub bei 0,15 Gramm pro Kubikmeter und für Kohlenmonoxid bei vier Gramm pro Kubikmeter. „Eigentlich ist es kaum möglich, dass die alten Kaminöfen diese Grenzwerte einhalten“, lautet die Einschätzung von Michael Rößler, Sprecher der Schornsteinfegerbetriebe für Bottrop und Gladbeck. Wer das dennoch per Messung vom Schornsteinfeger überprüfen lassen möchte, müsse mit einer Rechnung über mehrere hundert Euro rechnen. „Da ist es vielleicht sinnvoller, das Geld in einen neuen Ofen zu investieren“, meint Rößler. Ähnlich beurteilt der Kirchhellener Bezirksschornsteinfeger den möglichen Einbau eines Staubfilters. „So ein Filter kostet zwischen 2000 und 2500 Euro. Neue, ordentliche Kaminöfen gibt es ab rund 1500 Euro“, gibt er zu bedenken.

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Offene Kamine zählen zu den Ausnahmen

Nicht betroffen von der Verordnung seien offene Kamine, „die aber nur gelegentlich betrieben werden dürfen“ und Grundöfen, die ins Mauerwerk verbaut sind, sowie Küchenherde. „Die stehen möglicherweise bei älteren Herrschaften, die noch mit Kohle heizen“, sagt Rößler. Die Kunden, die bis Ende des Jahres aktiv werden müssen, würden auch von ihrem Schornsteinfeger informiert. Reagieren sie nicht, gibt’s vom Bezirksschornsteinfeger einen Mängelschein mit einer Frist. Wer die verstreichen lasse, könne vom Ordnungsamt zur Kasse gebeten werden. Bis Ende 2020 stehen dann Kaminöfen aus den Baujahren 1985 bis 1994 auf dem Prüfstand

Ergänzen möchte Rößler noch: „Ein Problem beim Schadstoffausstoß ist auch immer der, der das Feuer macht.“ Falsch sei z.B. das Verfeuern von nassem Holz, eine Verbrennung unter starkem Luftmangel oder die Überlastung des Ofens. Der Experte nennt ein Beispiel: Ein Ofen mit fünf Kilowatt Leistung brauche 1,1 Kilogramm Holz – „das sind nur zwei Scheite.“

Quelle: Westfalenpost

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